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Wissenstransfer auf der LEARNTEC 2014 – vom Gehirn in die Praxis

LEARNTEC 2014

Was suchen Logistiker eigentlich auf der LEARNTEC? Ein E-Learning-Tool? Ein Erklär-Video? Weder noch… vielmehr Denkanstöße, Trends und Einblicke in die aktuellen Entwicklungen im Wissensmanagement. Nicht nur in Welt-Konzernen sind Wissenstransfer und Informationsvermittlung ein Thema, sondern auch oder vielleicht sogar im Speziellen im Mittelstand muss man sich mit diesen Punkten auseinandersetzen, will man ein gesundes Wachstum erreichen und sich für die Zukunft wappnen und.  Da kam die LEARNTEC in Karlsruhe vom 04. – 06. Februar 2014 genau zur rechten Zeit – und war gleichzeitig ein Heimspiel für das dreiköpfige TUP-Team aus Neureut.

„Lernen mit IT – 22. Internationale Fachmesse und Kongress“

Gleich zu Beginn unterstrich Professor Dr. Andreas Schlüter, Generalsekretär des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, in seiner Keynote die Bedeutung von Bildung und Wissen für die Unternehmen: „Bildung ist für die Wirtschaft von essentieller Bedeutung. Jede Bewirtschaftungskette beginnt mit Bildung, mit qualifizierten Facharbeitern und mit akademischem Wissen. Deshalb hat die Wirtschaft ein extrem hohes Interesse an der Bildung.“ Diese Aussage wurde auch durch die Besucherzahlen bekräftigt – die  knapp 6.700 Fachbesucher bestätigten durch einen knapp zehnprozentigen Zuschauerzuwachs zum vergangenen Jahr die Wichtigkeit der Thematik und die Qualität der Veranstaltung in Halle 1 des Karlsruher Messegeländes.

Wissen in die Praxis transferieren

Aus Sicht von DR. THOMAS + PARTNER war es das breite Themenspektrum des LEARNTEC-Kongresses mit vielen hochwertigen Vorträgen und Referenten, das aus TUP-Sicht für ein sehr positives Resümee der Veranstaltung sorgte. Wissenssicherung und Know-how-Transfer waren wichtige Themengebiete der Veranstaltung, die auch in direktem Zusammenhang mit aktuellen unternehmensstrategischen Überlegungen bei TUP stehen – wie kann ich das Wissen und die Erfahrung der TUP-Urgesteine sinnvoll konservieren? Wie bringe ich neue Mitarbeiter schnell auf den aktuellen Stand? Wie kann man den Mitarbeitern eine dauerhafte und interessante Weiterbildung anbieten? Wie kann Gelerntes in die Praxis und den beruflichen Alltag transportiert werden? Diese und viele weitere Fragen wurden von didaktischen und technischen Gesichtspunkten aus erörtert, aber auch im Gegenzug durch die Management-Brille betrachtet. Da derzeit bei TUP auch eine Masterthesis zum Thema Wissensmanagement gedeiht, gaben Berichte aus der Praxis zusätzlich wichtige Impulse und halfen möglicherweise, Fallstricke bereits im Vorfeld zu umgehen.

Von konservativ bis innovativ – alles zu seiner Zeit

Auch visionäre Themen wie Game-based Learning, virtuelle Klassenzimmer, wearable Computing etc. waren auf der LEARNTEC zu finden. Speziell das Thema Serious Games, also quasi das spielerisch motivierte Lernen war sowohl auf der Messe als auch im Kongressprogramm stärker vertreten als in den letzten Jahren. Eine Keynote vom Leiter des Zoologischen Institutes der TU Braunschweig über die Neurobiologie des Lernens  oder der Auftritt von Cristián Gálves, dem Motivationstrainer und Bestseller-Autor, wagten einen abstrakteren Blick auf das weite Thema Wissensvermittlung, schafften aber dadurch, auch auf humorvolle Art und Weise, ein umfassendes Gesamtbild.

Letztlich wurde auch in diesem Jahr wieder deutlich: Es gibt nicht den einen richtigen Weg, mit dem Thema Wissenstransfer umzugehen, es gibt viele Wege, die immer der Situation entsprechend individuell gewählt werden müssen – und diese Wege können teilweise auch lang und steinig sein. Fehler machen ist erlaubt, aus den Fehlern lernen bringt Erfahrung. Der einzige unverzeihliche Fehler ist allerdings, das Thema „Wissen“ im eigenen Unternehmen zu ignorieren.