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Daten, Content, Daten, Content: die TUP-Redaktion auf der hallo.digital

hallo.digital-auch-2019-oeffnete-die-digital-konferenz-ihre-tore

Ohne Zweifel, die hallo.digital hat sich in kürzester Zeit als Digitalkonferenz in Deutschland etabliert. Sie ist vielleicht sogar die kleine Schwester der re:publica aus Berlin – zumindest strahlt sie im dritten Jahr genauso viel Charme und digitalen Esprit aus. Themen rund um SEO, Content Marketing, Social Media, KI / Machine Learning, E-Commerce, Design/UX und Data Science wurden auch 2019 in Form von Vorträgen und Workshops auf insgesamt drei Bühnen abgedeckt. Dr. Thomas + Partner war natürlich dabei; eine Zusammenfassung.

Expert-Panel: New Work und die Sache mit den Millennials

hallo.digital: Für Nico Lumma ist New Work nicht nur Hängematte.

Den Anfang machte das Expert-Panel, auf dem Frederike Probert (Mission Female GmbH), Sven O. Rimmelspacher (Pickert & Partner GmbH), Jelka Seitz (Digital Leaders Institute GmbH) und der Hamburger Jung Nico Lumma (Next Media Accelerator GmbH) über New Work diskutierten. Der gemeinsame Konsens: „Wenn die Geschäftsleitung eines Unternehmens das neue Arbeitsmodell nicht vorlebt, wird es auch nichts mit der gewünschten Balance.“ Dabei brachte Nico es auf den Punkt: „Für mich ist New Work keine Hängematte, kein Kickertisch. Es hat vielmehr etwas mit Vertrauen zu tun. Einige Mitarbeiter können das, andere aber nicht; letztere muss man dann halt an die Hand nehmen. New Work bedeutet demnach nicht nur agil und dynamisch, Unternehmen müssen ihren Mitarbeitern auch den passenden Rahmen zur Verfügung stellen.“

Was ebenfalls anklang, waren die Millennials, auch Generation Y genannt. Sie gilt es in Zukunft abzuholen, ihnen völlig neue Strukturen anzubieten. Durch die ‚Vollbeschäftigung‘ müssen die Vorgesetzten heutzutage umdenken, alte und verstaubte Strukturen sowie Prozesse gänzlich neu definieren.

Über die hallo.digital

hallo.digital - das Team von den Machern; die Netzstrategen aus Karlsruhe.

Die hallo.digital ist eine zweitätige Convention zur digitalen Transformation und wird von den Netzstrategen (siehe Gruppenbild), einer Medienagentur aus Karlsruhe, realisiert.

Am ersten Tag präsentieren Online-Experten auf unseren drei Bühnen spannendes Wissen aus der Praxis zur digitalen Transformation. Die Vorträge sind in verschiedene Stufen eingeteilt: Beginner, Advanced und Expert, damit jeder Teilnehmer die besten Vorträge für sich auswählen und besuchen kann. Am zweiten Tag werden die Impulsvorträge durch praxisnahe Workshops fundiert ergänzt.

Netzstrategen gegenüber dem Magazin Website Boosting

KI / Machine Learning und das Marketing

hallo.digital: Was haben KI und Marketing gemeinsam? Ohne Kundendaten geht nichts.

Um Strukturen ging es auch in der Session KI / Machine Learning und das Marketing. Manuel Dietrich (nexoya ltd.) versuchte, gleich dem Motto ‚Data is eating the World’, aufzuzeigen, wie Künstliche Intelligenz eine Marketingstrategie zum Erfolg führen kann und warum strukturierte Datensätze unvermeidlich dafür sind. „Datenanalysen sind nur so gut, wie die Datenqualität selbst.“ Speziell bei der Datenanalyse müsse laut Dietrich, neben den klassischen Informationen, auch das passende Zeitfenster berücksichtigt werden. Im Fokus des Vortrages standen zum einen die Datenanalyse (Datenmenge, Qualität, Kausalität), zum anderen zeigte der Schweizer anhand eines Beispiels auf, wie man von einer einfachen Analyse zur Auswertung mittels neuronaler Netzwerke kommt.

It‘s tough to make predictions, especially about the future.

Logo Berra

But we can give it a try ;)

Manuel Dietrich

Was ist eigentlich Data Science

Was ist eigentlich Data Science. Auf der hallo.digital gab es Antworten.

Um die richtige Datenmenge und Qualität ging es auch in der Session Data Science. Data Science ist laut Frank Oechsle (esentri AG) zwar ein junges Feld ohne konsistente Definition. Dennoch schaffte er es in seinem Vortrag, das Thema in ein nachvollziehbares Informationspaket zu packen. Anhand eines einfachen Beispiels zeigte er die klassische Vorgehensweise bei einem Data-Science-Projekt.

Data Science in progress

Business Understanding: Definition von Fragestellung & Ziel

Data Understanding: Anforderungen an Daten, Datensammlung, Erkundung des Datensatzes (Visualisierung)

Modeling: Auswahl & Abstimmung von (Machine Learning-) Modellen

Evaluation: Überprüfung der bisherigen Schritte, Abgleich mit Zielsetzung

Deployment: Dokumentation, Implementierung einer skalierbaren Anwendung etc.

Der perfekte Content

Wie sieht der perfekte Content aus? Die hallo.digital brachte es mittels Vortrag auf den Punkt.

Kommen wir zurück zum Content. Markus Hövener (Bloofusion Germany GmbH) brachte es im SEO-Vortrag ‚Der perfekte Content‘ auf den Punkt. „Suchmaschinenoptimierung ist ein langfristiges Unterfangen. Auch weil Google erst nach einiger Zeit seinen Suchfilter öffnet und somit den Content einer breiten Masse zur Verfügung stellt.“ In seinem unterhaltsamen Vortrag zeigte er etwa auf, wie Google eine Webseite für vertrauensvoll hält oder nicht. Die drei dazu notwenigen Faktoren sind unter dem Akronym E-A-T bekannt, sie stehen für Expertise, Authority und Trustworthy. Ebenfalls thematisierte der SEO-Experte die Wichtigkeit der sogenannten ‚Position Zero‘. „Sie wird in Zukunft das Ziel eines jeden Content-Schaffenden sein; die Position Zero. Dabei handelt es sich um ein Suchergebnis, welches Google von einer Website zusammenstellt. Dabei können etwa Bild und Text von unterschiedlichen Quellen stammen.“ Der Vorteil eines solch hervorgehobenen Snippet – er ist grundsätzlich über den eigentlichen organischen Suchergebnissen zu finden. „Der Nachteil; der Suchende muss in der Regel nicht einmal die verlinkte Seite besuchen. Dennoch, Google stellt damit auch klar, dieser Seite kann der Nutzer vertrauen.“ Im Zuge des Vortrags stellte die TUP-Redaktion erfreulicher Weise fest, dass auf den eigenen Unternehmensseiten, wie beispielsweise TUP.com, aber auch Logistikknowhow.com, der Content inhaltlich wie auch SEO-technisch sauber ist.

hallo.digital Abschluss-Keynote: Nico Lumma fordert dezentrales Internet

Nico Lumma auf der hallo.digital in Karlsruhe: Ich will ein dezentrales Internet.

Was wäre eine Konferenz ohne Abschluss-Keynote. Die Netzstrategen haben es geschafft, den bereits erwähnten Nico Lumma für dieses Unterfangen zu gewinnen. Nico eroberte das badisch-digitale Herz im Sturm und blies mit ‚intelligenten‘ Folien zur europäischen Internet-Attacke. Der Internetpionier wünscht sich ein „Netz, wie wir es wollen“ und fordert ein dezentrales Internet, gleichzeitig ist es seiner Meinung nach unabdingbar, die GAFA staatlich zu regulieren. GAFA steht dabei für die großen Vier – Google, Amazon, Facebook und Apple. Er machte deutlich, warum es in Sachen Künstliche Intelligenz nur eine europäische Lösung geben kann und zeigte, mit findigem Sarkasmus, warum die USA und China die großen Player im KI-Geschäft sind. Lumma stellte allerdings auch fest, dass wir auf einem guten Weg sind. „Immerhin hat der Regierungssprecher Steffen Seibert angemerkt, dass Künstliche Intelligenz ein wichtiges Thema ist. Nun denn, WICHTIG.“ Gleichzeitig erwähnte Nico, dass in den USA ein neues KI-Institut mit einem Budget von zehn Milliarden US-Dollar geplant ist; China plant ebenfalls ein riesiges Kompetenzzentrum – es soll in den nächsten zwei Jahren entstehen und sich fortan um KI-Themen kümmern. Es folgte ein Bild des Bayrischen Ministerpräsidenten Markus Söder und dem bekannten Flugtaxi. „Aber wir beschäftigen uns ja lieber mit wichtigen Errungenschaften wie dem Flugtaxi“, schloss Nico den Themenblock ab.

Fazit hallo.digital

hallo.digital-Markus-Henkel-zieht-eine-positive-Konferenz-Bilanz.

Die hallo.digital ist ein absolutes Muss für Content-Spezialisten; egal ob Redaktion, SEO, Social Media oder Webdesign. Die feine Mischung an informativen Vorträgen und Workshops ist wirklich gut abgestimmt. Gerne hätten wir noch anderen Vorträgen gelauscht; etwa dem Daniel Schmeh, der über die Möglichkeiten sprach, wie „noch mehr Daten in Google Analytics“ zu hieven seien. Oder der Melanie Schoen (designing messages), die den Quickstart von Social Media näherbrachte. Auch den Vortrag von Achim Hepp hätten wir gerne vollständig genossen, doch wenn der Nico via Twitter nach einem fragt, muss man auch mal Prioritäten setzen. @Achim, wir laden Dich ja eh noch einmal auf den TUP-Campus ein, direkt nach der re:publica. Sei es drum, die TUP-Redaktion wird auch kommendes Jahr vor Ort sein und freut sich schon jetzt auf das Programm. Unser Dank geht an das Orga-Team rund um Timo. Und natürlich gab es auch einen negativen Aspekt: So wurde das digitale Ticket bei der Akkreditierung nicht gescannt. Es bedurfte tatsächlich einer manuellen Personensuche am Rechner – wohlgemerkt, auf einer Konferenz zur digitalen Transformation; eine wahrlich lustige Erinnerung an die hallo.digital 2019.

Bilder: netzstrategen / hallo.digital